DONNERSTAGSTERMIN IN DER GAK: FilmabendIm Rahmen der Ausstellung cube cell stage von Mariechen Danz zeigt die GAK auf Vorschlag der Künstlerin den Film The Color of Pomegranates von Sergej Parajanov.
“The Color of Pomegranates ist ein filmisches Portrait des armenischen Dichters Sayat Nova (1712-1795). Seine Lebensgeschichte vermittelt sich dabei nicht in Form einer konventionellen Erzählung, vielmehr entfaltet sie sich als „visual poem“ im Sinne des dichterischen Werks von Nova. Schlüsselmomente seiner Biografie illustriert Parajanov „(…) through a series of exquisitely orchestrated tableaux filled with rich colour and stunning iconography, each scene a celluloid painting alive (…).“
Sowohl männliche als auch weibliche Figuren werden in The Color of Pomegranates durch die Schauspielerin Sofiko Chiaureli verkörpert. Die hier offensichtlich werdende Hinterfragung von Gender- und Körperkategorien sowie der Einbezug üppiger Kostüme und eingängiger Musik stellen eine Verbindung zur künstlerischen Produktion von Mariechen Danz dar, für die der menschliche Körper immer wieder als Ausgangspunkt dient („The body is a problem, a problem in the positive sense, not just as an obstacle but as a vehicle for thought and action“ heißt es in einer ihrer Performances). Doch vor allem die spezifische Bildsprache in The Color of Pomegranates steht in Bezug zu Danz’ künstlerischen Fragestellungen, welche um kulturelle Codes, um das Verhältnis von bildlichen und sprachlichen Darstellungen kreisen.”
Der Eintritt kostet 3 Euro (ermäßigt 2 Euro). Mitglieder haben freien Eintritt.
Die Ausstellung cube cell stage von Mariechen Danz in der GAK ist noch bis zum 3. Juni 2012 zu sehen. Die kommenden DONNERSTAGSTERMINE finden Sie hier.
Überraschung und Enttäuschung! Die Liebe ist voller Tücken, nichts ist absehbar. Auf ins Abenteuer: Geschichten, die leidenschaftlich aufs Ganze gehen, im Kurzfilmformat.
Oft fällt die Liebe sprichwörtlich voll auf die Fresse. Casanovas erleben Wunder des Schreckens (Der Aufreißer), Schwule Partys feiern den Hetero (Flamingo Pride), Geburten erweisen sich als Liebestest (Born and Raised), das Coming Out war schon immer eine spannende Sache und Einsamkeit muss kein Grund zum Trauern sein (Hopp).
Ob Supermarkt (Discount Love), Nachtbarschaftsbegegnungen (Sugar & Murmurs) oder das gezielte Anwerben eines Fortpflanzungspartners (Handstand): Die Liebe steht stets auf der Probe und wird, wenns klappt, ziemlich geil.
Freitag, 9. März 2012 / Tür: 20.00h / Filmbeginn: 20.30h
Belle Étage, Spedition Bremen / Beim Handelsmuseum / 28195 Bremen
Vom 21. Januar – 25. März 2012 ist die Ausstellung Worst Case Scenario | Filme von 1975 – 2003 von John Smith in der Weserburg zu sehen. Die Eröffnung ist am Freitag den 20. Januar 2012 um 19 Uhr.
Der britische Künstler John Smith (*1952, London) macht seit über drei Jahrzehnten experimentelle Filme. Mit ihrer durchkalkulierten Formsprache und ihrer ironischen Verspieltheit gehören sie zu den wichtigsten Arbeiten der zeitgenössischen Filmavantgarde. Sie sind rätselhaft, scharfsinnig und vor allem komisch. John Smith fordert uns auf, nichts, was wir hören und sehen, für bare Münze zu nehmen und stellt damit die Kriterien von Fakt und Fiktion auf den Prüfstand. Sein kreativer Umgang mit Ton und Bild und die Leichtigkeit und Ironie mit der Smith den BetrachterInnen Raum schafft, um seine eigene Wahrnehmung zu überdenken, stehen dabei im Vordergrund.
John Smith bewegt sich in seinem Filmschaffen immer wieder zwischen den Kontexten Kino und Museum. Die Auswahl der einzelnen Werke im Rahmen der Ausstellung und ein begleitendes Programm, das weitere Arbeiten in verschiedenen Raumsituationen platziert – zusätzlich zum Museumsraum, auch im Kino und im öffentlichen Raum – weisen auf die Spannbreite von Wahrnehmungsmöglichkeiten filmischer Arbeiten hin. So wird der inhaltliche Kern der Arbeiten Smiths, das Reflektieren von Wahrnehmungsmustern, durch die verschiedenen Aufführungsorte zusätzlich aufgegriffen und ausgestellt.
Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit Studierenden der Universität Bremen des Masterstudiengangs Kunst- und Kulturvermittlung. Sie findet statt im Rahmen des 17. Internationalen Bremer Symposiums zum Film „Was ist Kino? Auswählen, Aufführen, Erfahren“, 20.- 22. Januar 2012. Weitere Informationen zum Symposium unter: city46.de
In Kooperation mit der Universität Bremen und dem CITY 46 | Kommunalkino Bremen
Mit freundlicher Unterstützung von: British Council, ATLANTIC Grand Hotel Bremen und den Museumsfreunden Weserburg.
Die ausgestellten Arbeiten in der Weserburg: Associations, 1975 / The Girl Chewing Gum, 1976 / Blight, 1994-96 / Lost Sound, 1998-2001 (mit Graeme Miller) / Worst Case Scenario, 2001-03
BEGLEITPROGRAMM ZUR AUSSTELLUNG:
Filme im City 46: Am Eröffnungsabend, 20. Januar 2012 um 21 Uhr werden zwei weitere Filme mit einer persönlichen Einführung von John Smith im Bremer Kommunalkino City 46 gezeigt. / Filme: Slow Glass, 1988-91, 40 min. / The Black Tower, 1985-87, 24 min.
Podiumsdiskussion mit John Smith:
Am Sonntag, den 22. Januar 2012 findet eine Podiumsdiskussion zum Thema „The Art of Projection: Moving Images in Cinema and Museum” statt.
Daran teilnehmen werden: / John Smith, filmmaker/artist, London / Ingo Clauss, curator Museum Weserburg, Bremen / Wulf Herzogenrath, curator and former director of Kunsthalle Bremen / Stefanie Schulte Strathaus, curator, co-director of Arsenal Berlin and director of Forum Expanded at the Berlin Film Festival / Moderation: Christine Rüffert, Kooperationsstelle Film, Universität Bremen
Die Diskussion wird in englischer Sprache stattfinden. / Weitere Informationen zum Symposium unter: www.city46.de
Im Hotel mit John Smith:
In einer Hotel Suite des ATLANTIC Grand Hotel Bremen werden am 4. und 18. Februar 2012 John Smiths „Hotel Diaries“ gezeigt. Bis zu jeweils vier Personen haben die Möglichkeit, sich in der Suite die „Hotel Diaries“ anzusehen. Interessierte erhalten weitere Informationen telefonisch: 0421 – 59 83 90.
Sie laufen auf Bildschirmen in goldenen Foto-Video-Rahmen, stehen auf Tresen, im Schaufenster oder auf Büchertischen: An fast 40 Standorten erwarten Passanten in der Bremer City vom 1. bis 29. August Kurzfilme zur Wiedereröffnung der Kunsthalle. Das Projekt entstand in Kooperation mit der Hochschule für Künste Bremen sowie der CityInitiative Bremen e. V. und wurde gesponsert von Photo Dose.
Auf unterschiedliche Weise näherten sich Studenten des Studiengangs Digitale Medien unter der Leitung von Dozent Joachim Hofmann dem Claim Aufgeschlossen!, der die Eröffnung der Kunsthalle begleitet. Insgesamt entstanden 40 Kurzfilme mit einer Länge von bis zu einer Minute. Der Film Melon von Takahiro Miyagis zeigt beispielsweise eine gelbe Melone, die mit einem großen rostigen Schlüssel aufgeschlossen wird, damit kurz darauf das gelbe Fruchtfleisch ausgelöffelt werden kann.
Jeweils fünf bis sieben Filme werden in Dauerschleife an nahezu 40 öffentlichen Orten gezeigt, unter anderem bei Karstadt, in den Thalia Buchhandlungen in der Söge- und Obernstraße, in der Bremer Touristik Zentrale, im Bremer Geschichtenhaus oder im Hilton Hotel. Am Samstag, den 27. August, werden alle Filme im Rahmen der Langen Shopping-Nacht von 20-24 Uhr bei einem Kurzfilmabend im Hanseatenhof präsentiert.
Unter allen Filmen wählten die Jurymitglieder Prof. Dr. Wulf Herzogenrath, Kunsthalle Bremen, Dr. Jan Halves, CityInitiative Bremen, Silke Hellwig, Radio Bremen und Rainer Ludwigs, Filmbüro Bremen, bei den Hochschultage im Februar 2011 die fünf besten aus. Folgende Gewinner gingen dabei hervor und teilten sich das Preisgeld von insgesamt 1000 Euro: Marcel Helmer, Malgorzata Kusak, Jeanne-Renée D. Lorrain, Wioleta Maj und Takahiro Miyagi. Alle Orte findet ihr hier im weiteren Beitrag.
Täglich ab dem 25.08.2011 ist im Cinema im Ostertor die Ost-West Romanze Westwind zu sehen. “Die Zwillinge Isabel und Doreen aus der DDR verreisen 1988 zum ersten Mal ins sozialistische Ausland. Während ihrer Ferien am Baltin in Ungarn lernen sie Arne und Nico aus Hamburg kennen. Trotz Ausgehverbot gelingt es den Mädchen, sich aus dem Pionierlager zu schleichen, um sich heimlich mit den Westdeutschen zu treffen. Basierend auf einer wahren Geschichte, inszenierte Robert Tahlheim die romantische und abenteuerlichen Geschichte einer Liebe unter geteiltem Himmel. “Westwind” zeigt die Ereignisse des Sommer 1988 mit wunderbarer Leichtigkeit, in der der Zeitgeist der später 80er Jahre mitschwingt, und fängt so ein berührendes Zeugnis einer deutsch-deutschen Geschichte ein, die das Leben der Schwestern für immer verändern sollte.”
” Je zarter Seelen, desto erquicklicher der Schreck! ” heißt es am Samstag, 29.04.2011, 20.30 Uhr in der Schwankhalle.
shorts attack! wird seit März 2002 von interfilm Berlin monatlich im Babylon Berlin Mitte veranstaltet und wird nun auch in Bremen regelmäßig in der Schwankhalle zu sehen sein. Gezeigt werden Länderschwerpunkte, Genre-Spezifisches, Politisches, Lustvolles und selten Gesehenes, Filme aus allen Milieus, Genres und Lebenslagen, Kurzfilme der regionalen Filmhochschulen, freie Produktionen, Fiction und Animationen. Hintergrund der Filmreihe ist es, das Image des Kurzfilms und seine Präsenz in der deutschen Kinolandschaft zu stärken.
Dieses Mal sind es Zombies, die angreifen. – “Sie kommen meist nachts, rennen verstört durch die Welt und wollen uns an den Kragen: Mutanten, Mörder, Monster. Die Zombie-Kultfilme zelebrieren die blutrünstigen Attacken in typisch grotesker Leidenschaft, sie spielen mit dem Genre, erweitern es. Zwischen Splatter, Gruselfilm, Animation, Fantasy und atmosphärisch-kritischem Gesellschaftbild siegt das Böse als ein lustvoller Angriff auf die Wirklichkeit.”
Das komplette Filmprogramm könnt ihr hier sehen.
“Stolpersteine” ist ein Projekt, das die Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung der Juden, der Zigeuner, der politisch Verfolgten, der Homosexuellen und der Euthanasieopfer im Nationalsozialismus lebendig erhält. Anlässlich der Verlegung des 400. Gedenksteines in Bremen wird am Mittwoch, dem 10. Februar in der Zentralbibliothek der Dokumentarfilm “Stolperstein” von Dörte Franke gezeigt. Das anschließende Gespräch wird moderiert von Dr. Barbara Johr (Landeszentrale für politische Bildung).
Der Film ist sowohl Künstlerporträt als auch Roadmovie: ein Dokumentarfilm über den persönlichen Kern des größten, dezentralen Denkmals der Welt. Im Zentrum steht Gunter Demnig. Er begleitet den rastlosen Künstler auf seinen Touren durch Deutschland und Europa und führt uns zu Menschen, bei denen diese Steine auf einen ganz unterschiedlichen Nerv treffen. Über 15.000 “Stolpersteine” hat der Demnig mittlerweile vor den Wohnhäusern einst deportierter Nazi-Opfer verlegt. Mit einer einfachen, emotionalen Geste bringt er ihre Namen zurück in unseren Alltag. Der Film entstand im Auftrag von ARTE, NDR, WDR und ORF.
Die Veranstaltung findet Mittwoch, 10. Februar 2010, 19:00 Uhr in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung und dem Verein “Erinnern für die Zukunft” im Rahmen des Programm zum “27. Januar – Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus” statt. Beginn ist um 19 Uhr im Wall-Saal der Zentralbibliothek, Am Wall 201. Besucher werden gebeten, den Zugang Am Wall zu benutzen. Der Eintritt beträgt 5 Euro (3 Euro ermäßigt).
Im Rahmen des monatlichen Ciné-Clubs zeigt das Institut français einen weiteren Film der Brüder Dardenne.
Nach Rosetta haben die Brüder Dardenne mit Le Fils ihr Kino eines kühnen modernen Sozialrealismus fortgeführt. Geschieden und eingeschlossen in seine Einsamkeit seit dem Tod des Sohnes, arbeitet Olivier als Tischlermeister in einer Werkstatt für straffällige Jugendliche. Er verbarrikadiert sich in der Arbeit, bis er eines Tages den jungen Lehrling Francis in der Werkstatt aufnimmt. Der Film erzählt die Geschichte einer Isolation, eines Mannes, der seinen Sohn verloren hat und der sich in den Lärm der Fabrik flüchtet, um die Leere zu füllen, die der Tod seines Kindes hinterlassen hat. Es ist auch die Geschichte einer Vergebung und des langen Weges dorthin. “Wenige Filme haben in ihrer stillen Bescheidenheit solche Wucht” (Neue Zürcher Zeitung). Beim Filmfestival von Cannes 2002 wurde der überragende Olivier Gourmet in der Hauptrolle mit dem Darstellerpreis ausgezeichnet.