Archiv für die Kategorie: “Netzkunst”

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Bild: Screenshot von “Die letzten Tage von Second Life“.

Neben den schon weiter unten beschriebenen Treffpunkte für Austausch und Projektarbeit, entstehen in Bremen weitere interessante Netzangebote. Der virtuelle Rundgang durch die Kunsthalle dürfte den meisten bekannt sein. In diesem Rundgang wurde die Kunsthalle im Winter 2008 fotografisch festgehalten und die Museumsräume sind virtuell begehbar.

Auch die Stadtbibliothek erweitert das Angebot mit der neuen Internetseite für Kinder: www.rabe-kessi.de. Mit einer festlichen Eröffnung geht die interaktive Kinderseite der Stadtbibliothek Bremen am Mittwoch, 2. September um 10.45 Uhr an den Start. Die Internetseite wurde durch eine großzügige Spende der Hollweg Stiftung realisiert und ist in enger Zusammenarbeit zwischen Stadtbibliothek Bremen, der Bremer Werbeagentur Grow sowie dem Kinderbuchillustrator Andreas Röckener entstanden.

Das neuste Projekt kommt vom Literaturhaus Bremen, das eine virtuelle Netzresidenz startet. Alle interessierten sind eingeladen mitzumachen. Unter dem Titel “Die letzten Tage von Second Life” wird ab 1. September 09 in Second Life eine Forschungsstation gebaut und ein Weblog eingerichtet. Beide dienen als Basiscamp für die Expeditionsleiterin Muji Zapedzki und ihre Kollegen. Am 11. Oktober um 14 Uhr findet die feierliche Eröffnung der Forschungsstation mit einer Life-Übertragung ins Schloss Hainfeld zu den Europäischen Literaturtagen statt.

Die eigentliche Expedition beginnt im Oktober. Sie ist offen für alle Interessierte. Jeder kann – nach einer kurzen informellen Bewerbung – zum Forschungsteam dazustoßen, auf dem Weblog seine Berichte veröffentlichen und sich auch wieder davonstehlen. Die Berichte, welche mit Links auf die jeweils beschriebenen SL-Gegenden versehen sind, können auch Fotos und Filme enthalten. Alle Forscher treffen sich regelmäßig in der Forschungsstation. Die Forschungsleiterin kann bei Interesse auch einzelne Gruppen-Expeditionen in Second Life durchführen. Die Forschungsergebnisse werden am 25. November in einer literarischen Multi-Media-Pressekonferenz in der Zentralbibliothek Bremen und im Februar 2010 im rumänischen Cluj präsentiert.

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Heute ist der internationale BlogDay. Ziel ist fünf andere Blogs vorzustellen und damit die eigenen Leser auf Interessantes aufmerksam zu machen. Das wird mir nicht schwierig fallen, den die Szene in Bremen bietet genug interessante und lesenswerte Blogs. Hier sind meine Favoriten:

  • http://www.analythis.net/ der Blog von Lars Klatte mit News, KnowHow, HowTo’s, Analysen und Trends aus den Bereichen Web 2010/WebTV/Video und sehenswerten Videos über verschiedene Events überwiegend aus Bremen. Wir haben seine Arbeiten zum Beispiel hier und hier publiziert.
  • http://itstoolong.com/wp/ von Oliver Meyer, den wir im Interview schon bei kulturlabskaus.de hatten. Ein Blog mit Musik, Musikkritik und freier Musik zum herunterladen. Weitere Informationen auch hier im Interview.
  • http://www.musicampus.de/ von Thomas Kottke. Der geschätzte Blog- und Podcasterkollege von uns war auch schon hier im Interview bei uns. Thomas verbindet private Erlebnisse mit Vorstellungen von Künstlern und verbindet somit Unterhaltung und Information mit einer Prise unerwarteter Neuigkeiten.
  • http://www.shopblogger.de/blog/ von Bjoern Harste. Der Shopblogger hat mittlerweile den Kultstatus erreicht und bedarf keiner weiterer Ausführung.
  • http://www.bremen-fuer-lau.de/ von Hermann Assmann darf natürlich nicht in dieser Auflistung fehlen. Dort werden Veranstaltungstipps für die Ihr keinen Eintritt zahlen muss vorgestellt. Weitere Informationen auch hier im Interview.

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Logomash

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Web 2.0 und Kultur sind durchaus kompatibel, wie man an zahlreichen Beispielen sehen kann. Die Duisburger Philharmoniker als Beweis dafür bloggen, twittern und veranstalten webige Konferenzen. Viele weitere Kulturbetriebe stehen den neuen Medien ebenfalls aufgeschlossen gegenüber.

Was aber in anderen Städten geht, geht sicherlich auch in Bremen. Gerade jetzt ist eine vernetzte Infrastruktur geschaffen, die es jedem leicht macht die Kulturbetriebe mit frischem Wissen zu versorgen. Ich selber organisiere ein paar Events zu diesem Thema und andere sind da wahrhaftig nicht schlechter. In der nächsten Zeit finden in Bremen sehr interessante Angebote statt, die ich hier kurz zusammentragen möchte.

Am 1. Oktober 09 findet die erste Socialbar statt. Hier treffen sich Vertreterinnen und Vertreter gemeinnütziger, sozialer und kultureller Einrichtungen und Organisationen mit Internetexperten zu einem informellen Austausch in netter Atmosphäre. Ansprechpartner erklären persönlich aktuelle Trends des Web 2.0, jeder hat die Möglichkeit, eigene Projekte bekannt machen und mit etwas Glück neue Kooperationspartner finden. Die Socialbar ist ein Tochterevent des Socialcamps, das 2008 erstmalig in Berlin durchgeführt wurde. Das Treffen in Bremen will Anlaufpunkt für den gesamten Nordwesten Deutschlands sein (Metropolregion Bremen – Oldenburg).

Kurz davor, am 10. September ist das Twestival Bremen. Dort treffen sich Twitterer für einen gemütlichen Austausch und werden dabei für eine gemeinnützige Einrichtung spenden. Die Spende wird anlässlich der Socialbar Bremen übergeben.

Weitere Angebote, wie die Pl0gbar und Klub analog finden schon seit letztem Jahr statt und bieten eine Plattform, Web-2.0-Menschen mit anderen zu vernetzen. Nicht zu vergessen der Freelancecamp, der auch in diesem Jahr eine Austauschplattform für Künstler und Kunstinteressierte zum ersten mal bietet.

Alle Events verstehen sich als offene Angebote. Jeder kann kommen und einen Nutzen daraus ziehen, Fragen stellen, Fachleute finden, oder ganz einfach den Abend nur geniessen. Mich persönlich findet man eigentlich überall, denn ich finde gut, was in dieser Stadt auf die Beine gestellt wird und will es gerne unterstützen. Alle anderen sind zu den Terminen herzlich eingeladen.

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Update: 28.6.09: Die Twitterlesung fand am 27.6. vor einen ausverkauften Saal des Wilhelm Wagenfeld Haus statt. Die Stimmung war sehr ausgelassen, die Sprecher reisten das Publikum mit und animierten es z.B. einen Tag eines Twitterers mitzuerleben. Immer wieder ertönten Lachsalven im Saal. Eine überaus gelungene Veranstaltung, die die Kulturszene in Bremen um eine schöne Erfahrung bereichert hat.

Update: Die Aufzeichnung ist mittlerweile online (twitterlesung.de zieht ein Fazit).

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5 Fragen an Oliver Meyer von itstoolong.

Norbert: Warum hast Du mit bloggen angefangen?
Oliver: Da muss ich glatt einmal nachschauen: Anfang 2005.

Norbert: Warum interessieren Dich Musik-/Kulturthemen?
Oliver: Musik berührt unmittelbar etwas, was anderen Kunstformen nur schwer gelingt: Musik ruft sofort – mit 2,3 Noten – Stimmungen hervor; weckt Erinnerungen und löst Bewegung aus (man reagiert auf Musik). Musik ist perfekte Kommunikation, universell verständlich und man braucht (in der populären Musik) nicht einmal eine große kulturelle Vorbildung, um Musik „zu genießen“.

Norbert: Hast Du besondere positive/negative Erfahrungen mit Euerem Blog gemacht?
Oliver: Positiv ist, dass man mit vielen neuen Leuten kommunizieren kann: Besucher des Blogs, Musiker und Plattenfirmen werden auf dich aufmerksam und man entdeckt so noch mehr Musik, als man eigentlich hören kann. An Negatives kann ich mich nicht erinnern. Wer bei mir auf dem Blog negative Stimmung verbreiten würde, wird schnell merken, dass er Zeit und Energie verschwendet.

Norbert: Was würdest Du Kulturinteressierten, die mit bloggen anfangen wollen empfehlen?
Oliver: Ich maße mir nicht an, irgendwelche Empfehlungen geben zu wollen. Ich kann nur erzählen, wie ich es gemacht habe (und auch wieder machen würde): Ein einziges Thema finden, alles zu diesem Thema lernen und viele, viele Blogs (Zeitungen usw.) zu diesem Thema lesen. Und dann: schreiben. Was ich (später) noch gelernt habe: Man sollte nicht alles alleine machen wollen, besser wäre es gewesen, ich hätte frühzeitig ein Netzwerk aufgebaut.

Norbert: Wie findest Du Bremen?
Oliver: Was Kultur betrifft? Manchmal sehr zurückhaltend. Mehr Menschen mit mehr Engagement und Risikobereitschaft würden der Stadt gut tun.

Norbert: Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast. Die überaus interessante Artikel von itstoolong findet Ihr hier.

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5 Fragen an Martin Hähnel von openmedi.de.

Norbert: Warum hast Du mit bloggen angefangen?
Martin: Ich schreibe für mein Leben gerne und so lag es nahe, dies nicht nur für die eigene Schublade zu machen. Ich fand die Idee toll, über das Internet eine potentielle Öffentlichkeit zu erreichen und sich auf diesem Weg im Schreiben zu verbessern. Es muss 2002 gewesen sein, als das erste mal etwas von mir auf einem Blog aufgetaucht ist.

Norbert: Warum interessieren Dich Kulturthemen?
Martin: Ich bin selber sehr gerne in der Stadt unterwegs und auch immer neugierig auf neue, interessante und inspirierende Veranstaltungen. Auch die Party- und Clublandschaft Bremens bietet viel und ich würde meine Entdeckungen und Gedanken dazu gerne auf meinem neuen Blogprojekt teilen.

Norbert: Du suchst noch Menschen, die mitmachen. Was muss man dafür tun und wissen?
Martin: Das stimmt, ich bin auf der Suche nach Mitstreitern. Grundsätzlich freue mich über jeden, der sich für Kultur in Bremen begeistern kann und gerne schreibt. Jedoch soll das Blog keine Kopie von Kulturlabskaus sein. Der Fokus soll bei diesem Projekt vor allem auf “junger Kultur” liegen, also Partys und jungen Veranstaltern und Veranstaltungen. Insofern würde ich ein Alter von etwa 35 als Höchstgrenze fürs Mitarbeiten anlegen. Das Blog soll nicht nur eine Dropbox für Veranstaltungtipps werden, sondern soll den intelligenten Meinungsaustausch über Kunst und Kultur in Bremen thematisieren. Über den Kulturaspekt hinaus möchte ich aber auch das Thema Web nicht vernachlässigen, denn ich denke, dass Kultur und Gesellschaft über das Internet in Zukunft noch viel mehr zusammenwachsen werden, weshalb das Blog auch diesen Aspekt beinhalten sollte. Eine Stellenbeschreibung würde ich also am besten so formulieren:

Du…

  • bist kommunikativ
  • hast Spaß am Schreiben
  • kennst dich auf die eine oder andere Weise in einem oder besser noch in mehreren der Themen: Kultur, Musik, Kunst, Theater und Web aus

Geboten wird dir…

  • ein offenes und entspanntes Klima
  • viel kreative und konzeptionelle Freiheit (weil bis jetzt ja wenig wirklich feststeht)

Norbert: Was würdest Du Kulturinteressierten, die mit bloggen anfangen wollen empfehlen?
Martin: Ich würde zu aller erst in mich hineinhorchen und mich fragen, ob ich wirklich wirklich wirklich bloggen möchte und in welchem Umfang das geschehen soll. Meine Erfahrung ist, dass man gerade am Anfang der eigenen “Bloggerkarriere” dazu neigt sich zu übernehmen. Es hilft eine etwaige Vorstellung zu haben, was inhaltlich im Blog passieren soll, sich allerdings anders herum auch nicht zu sklavisch daran zu halten. Wer das hier liest und gerne an dem Blogprojekt mitarbeiten möchte ohne Blogerfahrungen zu haben, ist herzlichst eingeladen. So schwierig und kompliziert ist das Bloggen nun auch wieder nicht und im Grunde machen wird das hier alle doch in erster Linie um Spaß zu haben.

Insbesondere für Kulturinteressierte Blogger sollte ein Besuch auf Kulturlabskaus und demnächst auf meinem Blogprojekt natürlich Pflicht sein.

Norbert: Wie findest Du Bremen?
Martin: Da ich aus Berlin komme, bezeichne ich Bremen frei nach dem Song “dickes B” von Seeed als mein “kleines B”. Auch wenn ich dafür immer wieder schräge Blicke ernte, empfinde ich Bremen als kleine Großstadt, in der alles viel komprimierter, viel kleiner, als in Berlin ist. Ich staune immer darüber was in Bremen alles los ist und was man hier alles sehen und erleben kann. Vielleicht staune ich demnächst ja noch viel mehr, wenn ich sehe, was man in Bremen als umsetzen kann…

Norbert: Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast. Die überaus interessante Artikel von openmedi.de findet Ihr hier.

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5 Fragen an Christian Holst von kulturblog.net

kulturlabskaus.de: Warum hast Du mit bloggen angefangen?
kulturblog.net: Ein Freund (kellion.wordpress.com) von mir fing an zu bloggen und meinte: Warum bloggst du nicht auch? Was sollte ich da noch sagen?

kulturlabskaus.de: Warum interessieren Dich Kulturthemen?
kulturblog.net: Ich habe Kulturwissenschaften studiert und im Kulturbereich gearbeitet, insofern ist mein Interesse berufsbedingt und meine Berufswahl interessenbedingt. Speziell interessiere ich mich für Musik und Theater. Als ich angefangen habe zu bloggen, habe ich übrigens über alles mögliche geschrieben, was mir so passiert ist, worüber ich mir Gedanken gemacht habe und so weiter. Anfang dieses Jahres dachte ich dann, dass meine Wochenendausflüge oder ähnliches wahrscheinlich nur für einen sehr engen Freundeskreis von Interesse ist, jeden Falls nur für Leute, die mich wirklich gut kennen. So kam ich drauf, mein Blog eher thematisch auszurichten und machte es zum Kulturblog.

kulturlabskaus.de: Hast Du besondere positive/negative Erfahrungen mit Deinem Blog gemacht?
kulturblog.net: Viele gute. Ich habe mittlerweile ein paar nette Leute über das Bloggen kennen gelernt, denen ich sonst vermutlich nie begegnet wäre. Außerdem habe ich CSS gelernt, durch’s Rumbasteln an meinen Layouts.

kulturlabskaus.de: Was würdest Du Kulturinteressierten, die mit bloggen anfangen wollen empfehlen?
kulturblog.net: Schwer zu sagen. Am besten wahrscheinlich einfach mal loslegen, dann findet man schnell raus, ob und wie man Spaß am Bloggen findet. Ich wüsste aber nichts, was Kulturinteressierte speziell beachten sollten.

kulturlabskaus.de: Wie findest Du Bremen?
kulturblog.net: Ich komme aus Hamburg und deswegen könnte man denken, ich hätte es nicht so mit Bremen. Tatsächlich aber mag ich Bremen, weil es auch hanseatisches Flair hat, viel Grün, viel Wasser, viel Wind. Mir gefällt auch die Größe der Stadt, sie ist weder zu groß, noch zu klein. Und sie hat ein vielfältiges Kulturleben.

kulturlabskaus.de: Danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast. Die überaus interessante Artikel von kulturblog.net findet Ihr hier.

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