Archiv für die Kategorie: “Musik”

In der Reihe „Jazz on Board“ auf dem Theaterschiff in Bremen begrüßt Saxofonist Dirk Piezunka am Montag, 1. März, um 21 Uhr den Trompeter Oliver Groenewald.

Oliver Groenewald, Jahrgang 1967, studierte Trompete und Arrangement in Graz, Den Haag und Seattle. Zahlreiche internationale Konzerte mit Jazzgrößen wie Kenny Wheeler, Mel Lewis, Art Farmer, Dusko Goykovich, Ack van Rooyen und Peter Herbolzheimer machen ihn zu einem der gefragtesten Trompeter und Arrangeur der Szene. Seit Jahren komponiert und arrangiert er auch Jazz für klassisches Orchester, u.a. für das BBC Chamber Orchestra und die Deutsche Kammerphilharmonie. Der Musiker lebt in Detmold, wo er als Professor an der renommierten Musikhochschule lehrt. Einen weiteren Lehrauftrag hat er an der HfK in Bremen.

Ebenfalls mit an Bord sind am 1. März u.a. Elmar Brass (Piano) und Christian Schönefeldt an den Drums. Nähere Informationen gibt es unter der Rufnummer 0421 / 1687433. Bistro Bühne 3, Theaterschiff Bremen, Tiefer 104/Anleger 4, Eintritt frei. Bildquelle: Theaterschiff.

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Oder: Sitzen als Hochleistungssport

Von Katja Stafenk

Sitzen in der Disko? Das ist ein Statement, das ist Aufbegehren gegen schlechte Musik und gegen den Massengeschmack. Wie aber soll diese Verweigerung stattfinden, ohne dass die Veranstaltung sich selbst sabotiert? Die Antwort ist ganz einfach. Man lässt das Publikum der Schwankhalle auf Sitzsäcken oder auf dem Boden Platz nehmen, stellt ein flackerndes und knisterndes DVD-Kamin-Feuer davor und lässt die Menschen bis zur letzten Minute im Ungewissen darüber, ob es denn in Ordnung geht, dass sie sitzen. Denn eigentlich bot das Programm am Samstagabend genug Anlässe um aufzustehen, zu springen und zu tanzen.

Die Berliner Kabarettistin und Gastgeberin Susanne Betancor – „die Popette“ – begrüßte in ihrer selbstironischen, launigen Art das Publikum, welches den Sitzmöbeln zahlenmäßig leicht überlegen war und ging dann dazu über zwei Lieder am Klavier anzustimmen. Die konsequent minimalistische Instrumentierung, gepaart mit allerlei Albernheit, Ironie und Lust am Unsinn, wurden mit leisem Lächeln und verhaltenem Gackern des Publikums quittiert. Ohne Umschweife rief die Betancor dann HOT, eine Berliner Rock Band auf die Bühne. Was für ein Bruch! Der Frontmann der vierköpfigen Kapelle erklärte kurz vor dem Anstimmen des ersten Liedes: „wir machen hier jetzt ein bisschen Krach und dann geht’s weiter“. Ein bisschen Krach, das waren zwei Lieder, die mit stampfendem Bass, krachendem Schlagzeug und kreischender Gitarre die Luft zum Brennen brachten. Der Sänger, der sich zwischen Jodeln und Schreien aller Facetten des Singens bediente, ließ keinen Zweifel daran aufkommen, wozu Hot angetreten waren: die Sitzenden zu unterhalten. Nach Hot durfte dann die Berliner Liedermacherin Johanna Zeul ans Mikrofon. Mit ihrer fordernden Art und ihrer Präsenz versuchte sie schon während des ersten Liedes das von Natur aus maulfaule Bremer Publikum zum Mitsingen zu animieren. Leider nur mit mäßigem Erfolg.

Nach einer kurzen Pause ging diese Reihenfolge von vorn los. Da sowohl Künstler als auch Publikum langsam warm miteinander geworden waren, kam es zu einer aberwitzigen und sehr unterhaltsamen Verschmelzung von Klavier-Kabarett, Großstadtrock, Liedermacher-Versen und – Sitzen. Vor allem HOT fanden Gefallen daran, sich über die Haupttätigkeit des Publikums lustig zu machen. Das Publikum schien dieser Ironie gewachsen und bestärkte die Rocker mit gefälligem Fußwippen und Kopfnicken. Es war absurd und gut (Bildquelle: Betancor).

Gäste der 2. SITZDISKO am 6.3.2010 sind Harndorf, Ddanny Dziuk

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14. März 2010
20:00bis23:00

Kulturzentrum Schlachthof, Findorffstraße 51, Bremen
Live ab 20.05 Uhr: “Nordwest Live” im Nordwestradio

Die norwegische Jazzszene ist erstaunlich reich an individuellen, ausdrucksstarken Sängerinnen. Zu ihnen gehört Randi Tytingvåg aus der Hafenstadt Stavanger. Ihre warme, flexible Stimme lässt sofort hinhören. Darüber hinaus ist die kleine Person mit der einnehmenden Persönlichkeit eine exzellente Songschreiberin. In ihren Stücken sinniert sie über die eigenen Gefühlslagen, das komplizierte Leben in Zweisamkeit und über Menschen, die sich selbst aus dem Auge verlieren. Den romantischen, beschwingten, manchmal auch melancholischen Stimmungen steht ein humorvolles Augenzwinkern gegenüber. So erlaubt sie sich eine kecke, höchst originelle Fassung von Cole Porters “My Heart Belongs To Daddy”, einzige Coverversion des aktuellen Albums “Red”. Stilistisch dominiert ein leichtfüßiges Jazz-Gefühl, elegant verwoben mit Elementen aus Pop, Tango oder Funk.

Randi Tytingvåg ist Jahrgang 1978. Zum Musikstudium war sie unter anderem in London. Ihr Album-Debüt als Solistin erschien 2004. Die beiden folgenden Veröffentlichungen “Let Go” und “Red” sind inzwischen auch in Deutschland erschienen und auf überwältigende Resonanz gestoßen. In Norwegen zählt die Frau aus Stavanger zu den bestens etablierten Jazz-Künstlerinnen, die sich auch mal zu Projekten mit Kollegen wie die Percussionistin Marilyn Mazur trifft oder eine Konzert-Hommage an Nina Simone bestreitet. Nach Deutschland kommt Randi Tytingvåg mit ihrer fünfköpfigen Band.

Kartenvorverkauf:
Kulturzentrum Schlachthof, Findorffstraße 51, Bremen, Tel.: 3777-514
Ear Schallplatten, Vor dem Steintor 104, Bremen, Tel.: 7903829
Hot Shot Records, Lloydhof, Hanseatenhof 9, Bremen, Tel.: 704730

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8. Februar 2010
21:00bis23:00

Premiere für Enno Dugnus: Der Pianist ist am Montag, 8. Februar, um 21 Uhr zum ersten Mal Special Guest bei Dirk Piezunkas „Jazz On Board“ auf dem Theaterschiff Bremen an der Tiefer. Enno Dugnus, geboren 1959, studierte von 1982 bis 1987 Klavier und Trompete an der Musikakademie Kassel und nahm außerdem Unterricht bei Paul Grabowski, Walter Norris und Christoph Spendel. Seit 1983 ist er Freelancer und seit 1991 in Hamburg. Er arbeitete bei Konzerten unter anderem mit Joris Dudli, Wolfgang Engstfeld, Paolo Gardozo, Mario Gonzi, Rachel Gould, Ralph Hübner, James Moody, Sal Nistico, Ken Peplowski, Allan Praskin, Spike Robinson und Matthias Schubert. Enno Dugnus gehört seit fast zwanzig Jahren zu den gefragtesten Pianisten im norddeutschen Raum, sei es als Begleiter von durchreisenden amerikanischen Stars wie etwa James Moody oder Spike Robinson, oder in der Verwirklichung eigener Projekte. Weitere Gäste am 8. Februar sind Christian Schönefeldt an den Drums und Peter Schwebs am Bass.

Dirk Piezunka (Saxofon) mit Enno Dugnus (Piano), Christian Schönefeldt (Drums) und Peter Schwebs (Bass)
Bistro Bühne 3, Theaterschiff Bremen, Tiefer 104 / Anleger 4, Eintritt frei.

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12. Februar 2010
16:00bis17:30
19. Februar 2010
16:00bis17:30
26. Februar 2010
16:00bis17:30
5. März 2010
16:00bis17:30
19. März 2010
16:00bis17:30

Bei „Musik mit Pfiff“ starten Kleinkinder am 12. Februar wieder zu einer spannende Reise in die Welt der Klassik. Die beliebte Veranstaltung der Bremer Philharmoniker bietet jungen Familien einen heiteren Nachmittag mit klassischen Orchesterinstrumenten.

Noch bis Ende Februar singen und musizieren Kinder unter dem Motto „Winter“ gemeinsam mit der Musikpädagogin Bettina Schmidt und lernen dabei spielerisch verschiedene Instrumente kennen. Posaune, Fagott und Bratsche werden in winterliche Klanggeschichten und Märchenwelten eingebunden und laden zum Mitmachen ein. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. So können auch schon Kindergartenkinder fröhlich erste Erfahrungen mit Instrumenten und klassischer Musik sammeln. Musikalische Vorkenntnisse sind nicht gefragt, einzig Freude an Klängen und Tönen sowie Spaß an Rhythmus und Bewegung.

Nicht weiter verwunderlich also, dass Projektleiterin Gwendolyn Schubert mehr Anfragen erhält als sie Plätze zur Verfügung stellen kann. „Damit sich jedes Kind mit den Instrumenten vertraut machen kann, haben wir den Teilnehmerkreis auf maximal 12 Kinder begrenzt. Gerade bei kleineren Kindern ist eine überschaubare Gruppengröße besonders wichtig“, erläutert sie und bedauert, dass sie daher auch viele Eltern bei kurzfristigen Anfragen auf spätere Termine vertrösten muss.

Terminvorschau für „Musik mit Pfiff“ bis Ende März 2010:
12.2. / 19.2. / 26.2. /5.3. / 19.3.
jeweils 16 – 17.30 Uhr

Die Veranstaltung findet in der Musikwerkstatt Bremen, Plantage 13 in Bremen / Findorff statt. Die Teilnahmegebühr beträgt für Erwachsene 6 Euro und für Kinder 4 Euro. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung ist daher dringend erforderlich: Tel. 0421/ 62 67 314.

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Von Bach bis Ligeti, von Telemann bis Jazz-Gesang, von Freier Kunst bis zur Klanginstallation, von Mode bis Video, von Erstsemester bis Meisterschüler, von Grundlagen der Gestaltung bis zur Zukunftsvision neuer Produkte, von Ideen für die Überseestadt bis zur Weltausstellung in Shanghai, vom Computerspiel bis zur Kampagne gegen Kinderarmut und, und, und …

Die Hochschule für Künste öffnet bei den Hochschultagen 2010 am Samstag, den 6. 2. 2010 und Sonntag, den 7. 2. 2010 Im Speicher XI 8 erneut den „Speicher der Künste“ in der Bremer Überseestadt für alle Neugierigen und Kunstinteressierten. Auf den endlosen Fluren in Bremens längstem Gebäude und in allen Räumen zeigen Studentinnen und Studenten ihre Arbeiten des letzten Semesters und laden ein zur großen künstlerischen und musikalischen Entdeckertour: Die Klassen der HfK-Professoren Yuji Takeoka, Fritz Vehring, Franka Hörnschemeyer, Jean Francois-Guiton, Paco Knöller, Peter Schaefer, Stephan Baumkötter, Andree Korpys und Markus Löffler öffnen ihre Ateliers. Das Gestalterteam des vielfach preisgekrönten HfK-Magazins VIER präsentiert die noch druckfrische neueste Ausgabe mit dem Schwerpunkt „Virtuell“. Ganz handfest kann man den Weg vom unförmig unscheinbaren Bronzeklumpen bis zur filigranen Bronzeskulptur verfolgen. Zu sehen sind beispielsweise auch die kongenialen filmischen Umsetzungen der literarischen Miniaturen des Bremer Autors Michael Augustin durch Studierende im Studiengang Digitale Medien oder auch kühne Ideen für neue Outfits aus dem HfK-Schwerpunkt „Mode“. Man kann die diesjährigen Preisträger der HfK-Wettbewerbe in den Fachbereichen Musik sowie Kunst und Design und ihre Arbeiten kennen lernen oder sich ganz einfach aus erster Hand über Studium und Bewerbungsverfahren an der HfK informieren (Studienberatung Digitale Medien, Freie Kunst, Integriertes Design).

Im Fachbereich Musik stehen die diesjährigen Preisträger des HfK-Wettbewerbs bereits fest. Es sind Holger Denckmann (Vibrafon, Klasse Florian Poser) und Alexander Kohrs (Klavier, Klasse Sebastian Altekamp). Sie teilen sich das Preisgeld von 1000 Euro für den 1. Preis. Den 2. Preis (500 Euro) erreichten Peter Krause, (Violoncello, Klasse Prof. Alexander Baillie) und Linde Müller (Klavier, Klasse Prof. Stephan Seebass). Auch die beiden preisgekrönten Duos sind bei den Hochschultagen im Rahmen der offiziellen Begrüßungsveranstaltung zu hören am Samstag, 6. Februar 2010, 14 Uhr Speicher XI 8, Auditorium.

Hochschultage 2010 Ausstellungsplan

Hichschultage 2010 Konzertplan

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5. Februar 2010
20:30bis22:30

Eine weitere Veranstaltung, die es in diesem Monat zu besuchen lohnt, ist das Konzert des Christof Lauer Trios, das am 5. Februar im Theater am Goetheplatz gastiert. Die Musiker Christof Lauer (Saxophon), Michel Godard (Tuba) und Patrice Héral (Schlagzeug) schaffen eine musikalische Vielfalt, die mal rhythmisch zupackend, mal lyrisch kantig, aber auch mal außergewöhnlich und fremd klingt. Christof Lauer, der bereits von vielen Bühnen Europas und der Welt Menschen mit seiner Musik zu begeistern verstand, spielt voller kreativer Energie ganz nach seinem Motto: „Jazz ist Kommunikation“. Das Konzert findet in Kooperation mit dem WESER-KURIER statt.

„Jazz“ Christof Lauer Trio: Freitag, 5. Februar, 20.30 Uhr, Theater am Goetheplatz

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14. Februar 2010
11:30bis13:30

Wer Kammermusik in lockerer Atmosphäre genießen möchte, ist am 14. Februar bei der „Kammermusik am Sonntagmorgen“ genau richtig. Fast schon familiär geht es zu, wenn Musiker der Bremer Philharmoniker in ihrem Orchestersaal kammermusikalische Juwelen präsentieren.

Das Duo Tangente mit Gert Gondosch an der Violine und Juan Maria Solare am Klavier freut sich darauf, die Zuhörer auf musikalische Entdeckungsreisen mitzunehmen und in höchster Qualität Neues und Vertrautes zu Gehör zu bringen. Gerade für Familien bietet die Konzertreihe „Kammermusik am Sonntagmorgen“ eine ideale Gelegenheit, klassische Musik in ungezwungener Form zu erleben. Die Überschaubarkeit des Orchestersaals in der Plantage bietet eine fast private Atmosphäre und eine wunderbare Gelegenheit, einen Blick „hinter die Kulissen“ zu werfen, hier sind die Bremer Philharmoniker zuhause, hier finden die ersten Proben für Konzerte, Opern und Operetten statt.

Sonntag, 14. Februar 2010, 11.30 Uhr. Orchestersaal, Plantage 13. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 5 Euro. Für Kinder bis 14 Jahre ist der Eintritt frei.

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