Archiv für die Kategorie: “Buchkunst”

„Die hellen Haufen“ – Volker Braun stellt seine neue Erzählung vor
Die Gründe für das Scheitern der DDR und die vertanenen Chancen der Wendezeit – das sind Themen, mit denen sich der Berliner Schriftsteller Volker Braun seit mehr als 20 Jahren befasst. Auch in seinem neuen Erzählband “Die hellen Haufen” geht es um ungenutzte Möglichkeiten. Am Mittwoch, 9. Mai stellt Volker Braun sein neues Buch in der Zentralbibliothek vor. Die Einführung dazu spricht der Bremer Literaturwissenschaftler Dr. Wilfried Grauert.
Am 1. Mai 1992 demonstrieren 4000 streikende Arbeiter an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze und errichten einen Zaun mit der Aufschrift: »Kein Kolonialgebiet«. Der Protest nimmt immer größere Dimensionen an, man marschiert gen Berlin, debattiert die Belagerung von Erfurt, kurz: es kommt zum großen Arbeiterkrieg. Der Fabulierkraft und -lust, dem Witz und dem Humor Volker Brauns ist es zu verdanken, wenn „Die hellen Haufen“ konkret und einfühlsam, ironisch und bitterernst, von einem Aufstand berichten, der nicht stattgefunden hat.
Volker Braun wurde 1939 in Dresden geboren. Nach dem Abitur arbeitete er von 1957 bis1960 in einer Druckerei in Dresden, beim Tiefbau-Kombinat Schwarze Pumpe und absolvierte einen Facharbeiterlehrgang im Tagebau Burghammer. Von 1960 bis 1964 studierte er dann Philosophie in Leipzig und zog nach dem Ende des Studiums nach Berlin, wo er bis 1966 als Dramaturg am Berliner Ensemble arbeitete. Von 1977 bis 1990 arbeitete er am Berliner Ensemble. Im Wintersemester 1999/2000 erhielt er die Brüder-Grimm-Professur an der Universität Gesamtschule Kassel. Braun erhielt zahlreiche Preise, unter anderen den Büchner- Preis im Jahr 2000 und den ver.di-Literaturpreis 2007. Volker Braun lebt heute in Berlin.
Eine gemeinsame Veranstaltung von Stadtbibliothek Bremen, dem Bremer Literaturkontor und Thalia.
Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Wall-Saal der Zentralbibliothek, Am Wall 201. BesucherInnen werden gebeten, den Zugang Am Wall zu benutzen. Der Eintritt beträgt 7 Euro (5 Euro ermäßigt).
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Lesung und Gespräch mit Literaturexperte Thomas Böhm zum „Phänomen Lesekreis“
„Ein gutes Buch zu lesen, ist immer ein Glück – aber es mit anderen gemeinsam zu lesen, ist ein noch viel größeres Glück“ sagt Thomas Böhm. Am Dienstag, dem 21. Februar stellt der Literaturexperte sein „Das Lesekreis-Buch“ in der Zentralbibliothek vor. Nach dem Grußwort von Erwin Miedtke (Stadtbibliothek Bremen) übernimmt Silke Behl (Literaturhaus, Radio Bremen) die Moderation.
Thomas Böhm ist von Lesekreisen begeistert und erläutert an diesem Abend in Lesung und Gespräch mit Silke Behl, wie man die Lesekreisfreunde und die lesenswertesten Bücher findet. Wie sich die Treffen gestalten lassen – von der Diskussionsleitung bis zum passenden Menü. Daneben enthält das Buch Gedanken zur Tradition des geselligen Lesens und Lektürevorschlägen bekannter Autoren – kurz: alles, was Sie brauchen, um schon bald selbst die erste Minute Ihres Lesekreises zu erleben.
Thomas Böhm, geboren 1968 in Oberhausen, war viele Jahre Programmleiter des Kölner Literaturhauses und leitete 2011 das Programm für das Gastland »Island« auf der Frankfurter Buchmesse. Im kommenden Jahr wird er die gleiche Funktion beim Internationalen Literaturfestival in Berlin ausüben.
Er ist Herausgeber des Bandes: „Auf kurze Distanz. Die Autorenlesung. O-Töne, Geschichten, Ideen.“
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem virtuellen Literaturhaus statt. Beginn ist um 20 Uhr im Wall-Saal der Zentralbibliothek, Am Wall 201. BesucherInnen werden gebeten, den Zugang Am Wall zu benutzen. Der Eintritt ist frei.
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Ein Lesetip zur kalten Jahreszeit…
Am 12. Dezember erscheint das Buch „Künstlerleben in Hamburg und Bremen“, herausgegeben vom Verein Lastoria e.V. Zur Einstimmung eine kurze Beschreibung:
“Künstlerleben in Hamburg und Bremen”
Biografische Beiträge zum Thema gute Unterhaltung
Olga Irén Fröhlich und die “Such fine Ladies”, Buddy Elias und das Schnürschuh-Theater, Loriot und Gregor Marx, Becapella und Buffalo Bill sind vereint in einem Projekt über gute Unterhaltung: “Künstlerleben in Hamburg und Bremen”, das neue Benefizbuch des Geschichtsvereins Lastoria, enthält Porträts, Interviews und historische Berichte, einen Lexikonteil und besonders viele aktuelle Beiträge. Der geografische Mittelpunkt ist Bremen, einige der biografischen Spuren führen nach Hamburg, in die Schweiz und in andere Länder der Welt. Ein Jazz-Zeitzeuge hat das Layout gestaltet: Wolfgang Rulfs, einst Bassist der “New Hot Potatoes”. Die Texte stammen von Monika Felsing, die Fotografien von Walter Gerbracht, Roland Scheitz, Petra Stubbe, Rosemarie und Martin Rospek, Jochen Stoss, Monika Jäger, Hans-Henning Hasselberg und anderen Profis. Keiner der Beteiligten nimmt Honorar, sämtliche Gewinne gehen an das Blaumeier-Atelier. Das Buch kostet 20 Euro.
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Geschrieben von Susanne Hayduk in Buchkunst, Klangkunst, Lesung, Literatur, Netzkunst, Sendung, Termine, tags: Funkhaus Europa, Joachim Deicke, Just Music, Paul E. Pop, Pops Tönende Wunderwelt

Legendär und nicht wegzudenken aus der Bremer Radiowelt – Pops Tönende Wunderwelt / Paul E. Pop! – Nun jedoch der Abschied.
“Abschiedsparty nach 24 Jahren “Pops Tönende Wunderwelt” am 23. September.
Vierundzwanzig Jahre sind eine lange Zeit, besonders, wenn man – wie Paul E. Pop – von einem Abenteuer ins nächste stolpert. Zwei Dutzend Jahre war er unterwegs und hat die Hörerinnen und Hörer von Radio Bremen mit seinen spannenden Reiseberichten versorgt, die um den ganzen Globus und durch zahlreiche Parallel-Welten und -Zeiten führten. “Sonntag Nacht gehört Paul E. Pop”, jubelten die Fans der ungewöhnlichen Radiosendung, die über längere Zeit auch beim MDR, in Nordrhein-Westfalen, in Berlin und bei einem Schweizer Regionalsender zu hören war.
Heute versorgt das Internet die Pop-Gemeinschaft zuverlässig auch in den entferntesten Winkeln der Welt mit der wöchentlichen Mixtur aus globaler Musik und exotischen Gute-Nacht-Geschichten. Regelmäßig melden sich treue Hörer aus Taiwan, Namibia und Australien. “Ich hätte nie geglaubt, dass das solche Kreise ziehen würde,” sagt Wunderwelt-Macher Joachim Deicke, der seit 1987 seinen reisenden Freund vertritt, der es noch kein einziges mal geschafft hat, selbst im Studio aufzutauchen. Stattdessen schickt Paul zuverlässig seine Briefe. Fast 90 Radio-Abenteuer konnten so erzählt werden.
Nun allerdings will der ewige Globetrotter einfach mal “ein normales Leben” führen, wie er in einem seiner letzten Briefe schrieb. Und auch Pauls alter Freund, der Wunderwelt-Moderator Joachim Deicke, freut sich auf Pop-freie Wochenenden. “24 Jahre sind genug,” meint er. Aber er wird natürlich auf der Brücke stehen, wenn Paul E. Pop abheuert: Am 23. September soll auf der Weser der ehrenvolle Abschied des unermüdlichen Geschichtenlieferanten gefeiert werden. An Bord der “Oceana” wird noch einmal der “Pop” getanzt: Ein langer Abend mit allem, was zu einer “Tönenden Wunderwelt” gehört: Geschichten und Klänge aus fernen Ländern; Musik aus allen Winkeln des Globus, und live dabei: Der Sänger und Gitarrist Iko Andrae, der selbst schon einmal – auf den Spuren von Paul E. Pop – bis nach Tobago gesegelt ist, in den verschlafenen Fischerort Charlotteville, in dem der Radio-Abenteurer seit über zehn Jahren lebt.
“Natürlich habe ich auch Paul zu dieser Party eingeladen,” beteuert Joachim Deicke. “Aber ich würde mich nicht darauf verlassen, dass er persönlich auftauchen wird.” Zu oft schon hat sich der Weltenbummler im letzten Augenblick entschuldigen lassen. Große Feiern, bei denen er im Mittelpunkt steht, mag er ohnehin nicht. “Also liegt’s an uns, den Abschied zu feiern, wenn Paul E. Pop abheuert.”
Anmerkung von der Redaktion von Kulturlabskaus: Die Feierlichkeit ist ausverkauft! – Jedoch habt ihr weiter die Möglichkeit kleine Schmankerl von Joachim zu erleben wie “Just Music” zu finden hier.
Die letzte Radio-Lieferung von ‘Pops Tönende Wunderwelt’ gibt’s am 25. September mit einer vierstündigen Extra-Ausgabe mit vielen Gästen, Überraschungen und Erinnerungen.
Wir meinen – Einschalten lohnt sich! Viel Spaß beim Hören wünscht euch Kulturlabskaus Weitere Informationen hier.
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Am 21. September wird der Autor Bernd Greiner sein Buch “9/11″ in der Thalia Buchhandlung/Obernstraße vorstellen.
“Was geschah wirklich am 11. September 2001? Seit zehn Jahren recherchieren staatliche Ermittler und Historiker. Dennoch haben Verschwörungstheorien über „9/11“ nach wie vor Hochkonjunktur. Gestützt auf neues Archivmaterial – etwa den Funkverkehr der entführten Maschinen – und die neuesten Erkenntnisse über Täter, Hintermänner und Drahtzieher schildert Bernd Greiner die Ereignisse und untersucht ihre Folgen.
Dieses Buch entkräftet zahlreiche Legenden: dass eine entführte Maschine abgeschossen worden sei, dass die Katastrophe mit einer besseren Kooperation von Polizei und Geheimdiensten hätte verhindert werden können oder dass eine rechtzeitige Verhaftung Osama Bin Ladens am Desinteresse der Regierung Clinton scheiterte. Keine dieser Vermutungen ist haltbar. Gezeigt werden auch die unerwünschten Ergebnisse des „Krieges gegen den Terror“ – wie der Einsatz des Militärs Al-Qaida neuen Zulauf bescherte und eine fragile Organisation auf Dauer eher stärkte als schwächte.
Bernd Greiner, geb. 1952, ist Leiter des Arbeitsbereichs „Theorie und Geschichte der Gewalt“ am Hamburger Institut für Sozialforschung und Professor am Fachbereich Philosophie und Geschichtswissenschaften der Universität Hamburg.
Im Verlag C.H.Beck ist von ihm erschienen: Die Kuba-Krise (2010).”
Was geschah wirklich am 11. September 2001? Seit zehn Jahren recherchieren staatliche Ermittler und Historiker. Dennoch haben Verschwörungstheorien über „9/11“ nach wie vor Hochkonjunktur. Gestützt auf neues Archivmaterial – etwa den Funkverkehr der entführten Maschinen – und die neuesten Erkenntnisse über Täter, Hintermänner und Drahtzieher schildert Bernd Greiner die Ereignisse und untersucht ihre Folgen. Dieses Buch entkräftet zahlreiche Legenden: dass eine entführte Maschine abgeschossen worden sei, dass die Katastrophe mit einer besseren Kooperation von Polizei und Geheimdiensten hätte verhindert werden können oder dass eine rechtzeitige Verhaftung Osama Bin Ladens am Desinteresse der Regierung Clinton scheiterte. Keine dieser Vermutungen ist haltbar. Gezeigt werden auch die unerwünschten Ergebnisse des „Krieges gegen den Terror“ – wie der Einsatz des Militärs Al-Qaida neuen Zulauf bescherte und eine fragile Organisation auf Dauer eher stärkte als schwächte.
Bernd Greiner, geb. 1952, ist Leiter des Arbeitsbereichs „Theorie und Geschichte der Gewalt“ am Hamburger Institut für Sozialforschung und Professor am Fachbereich Philosophie und Geschichtswissenschaften der Universität Hamburg. Im Verlag C.H.Beck ist von ihm erschienen: Die Kuba-Krise (2010).
Ort: Thalia Buchhandlung, Obernstrasse 44-54 / Beginn: 20.00 Uhr / Eintritt: 7,-/5,- Euro
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Ursel Bäumet liest aus „Zeit der Habichte“.
Paulas Geschichte beginnt in einem Dorf in Norddeutschland. Nach dem Abitur jobbt sie in einer Kantine und an der Kasse des elterlichen Kinos.
Die Liebe zu dem australischen Journalisten Henry, der auf der Suche nach den Wurzeln seiner Familie in ihrem Heimatdorf auftaucht, verändert ihr Leben. Die Geschichten ihrer beider Familien scheinen verknüpft und ineinander gespiegelt zu sein. Ihre gemeinsame Zeit nimmt ein jähes Ende, als Henry nach Australien zurückkehrt. Paula verbrennt Tagebücher und Fotos, packt den Koffer und folgt ihm nach Sydney.
Als Henry sie dort zurücklässt, um in der australischen Wüste ein Filmteam zu begleiten, stößt Paula zufällig auf eine Mappe mit Informationen über ihre Familie und ihr Dorf, die Henry vor ihr verborgen hat. Verstört und misstrauisch bricht sie ins australische Outback auf…
Donnerstag, 15.09.2011 Beginn: 20.00 Uhr / Ort: Wallsaal, Zentralbibliothek Bremen Eintritt frei
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Das virtuelle Literaturhaus Bremen, das Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren und der Verein Porta Bohemica schreiben zum zweiten Mal das „Prager Literaturstipendium 2.0“ für Autorinnen und Autoren aus.
Das Stipendium bietet einen vierwöchigen Aufenthalt in Prag vom 07. 11. – 04. 12. 2011. Neben kostenfreiem Wohnen in einer schönen Wohnung in der Prager Altstadt umfasst das Stipendium eine einmalige Zahlung von 1.000 Euro. Während des Stipendiums besteht Präsenzpflicht. Eine Lesung im Prager Literaturhaus wird ebenfalls organisiert. Voraussetzung für das Stipendium ist die Bereitschaft, während des Aufenthaltes ein Netz-Tagebuch zu führen, das auf der Website des Literaturhauses Bremen veröffentlicht wird. Die übrige Zeit steht der künstlerischen Arbeit zur freien Verfügung.
Bewerben können sich AutorInnen aus Deutschland, die bereits auf Veröffentlichungen verweisen können. Die Bewerbungsfrist endet am 15. September 2011. Einzureichen sind eine Kurzvita mit Bibliographie und ein halbseitiger Prosatext über Prag. Die Unterlagen sind ausschließlich per e-mail an die Geschäftsführung des Literaturhauses Bremen zu versenden: heike.mueller (at) literaturhaus-bremen (Punkt) de
Über die Vergabe des „Prager Literaturstipendiums 2.0“ entscheidet eine unabhängige Jury in einem Auswahlverfahren. Der Preisträger/die Preisträgerin wird Mitte Oktober bekannt gegeben.
Das „Prager Literaturstipendium 2.0“ wird realisiert vom virtuellen Literaturhaus Bremen, dem Prager Literaturhaus deutschsprachiger Autoren, der Agentur pro-tisk und dem Verein Porta Bohemica.
Kontakt: Virtuelles Literaturhaus Bremen, Goetheplatz 4, D-28203 Bremen,
fon 0421-2581808,
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Am 06. August gibt es im Schlachthof eine neue Lesung, die sich den großen und kleinen Fragen der Philosophie widmet.
“Gibt es einen Grund dafür, dass wir existieren? Warum gibt es so viel Leid in der Welt? Und wie finden wir den Weg zum Glück? Im Gespräch mit seiner Tochter Lea behandelt Michael Schmidt-Salomon die großen und kleinen Fragen des Lebens und eröffnet einen faszinierenden Einblick in die Welt der Philosophie.
Philosophie muss weder langweilig noch kompliziert sein – ganz im Gegenteil: Philosophische Fragen haben viel mit unserem Alltag zu tun. Dass dies so ist, beweisen der Autor und Philosoph Michael Schmidt-Salomon und seine 20-jährige Tochter Lea in ihrem gemeinsamen Buch. Angefangen bei der Frage nach dem Sinn des Lebens oder der Existenz eines Gottes erschließen sie im Dialog die philosophische Gedankenwelt auf höchst unterhaltsame und unkonventionelle Weise. Dabei werden abstrakte Begriffe wie Vernunft und Weisheit, Gerechtigkeit und Toleranz ebenso anschaulich erläutert wie die Frage nach dem Traum von einer besseren Welt. Ein unterhaltsames und lehrreiches Buch, das Lust aufs Philosophieren macht – für alle, die es wissen wollen und nicht die Neugier verloren haben, danach zu fragen.”
Mehr zum Buch findet ihr hier.
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