Lutz Kleveman liest „Kriegsgefangen. Meine deutsche Spurensuche“ erschienen im Siedler Verlag 2011

Fast zehn Jahre lang reist Lutz Kleveman als junger Kriegsreporter an die gefährlichsten Orte der Welt – von Afghanistan bis Kolumbien, von Sierra Leone bis Nordkorea. Er liebt das Abenteuer und fühlt sich unverwundbar. Erst nach einem schlimmen Erlebnis im Irak beginnt Kleveman sich zu fragen, was ihn eigentlich immer wieder in Krisengebiete zieht. Während er sich an Schlüsselerlebnisse als Reporter erinnert, muss er auf schmerzhafte Weise erkennen, wie sehr seine Faszination für Krieg und Gewalt in seiner eigenen deutschen Familiengeschichte wurzelt.

Die Spurensuche beginnt, als Lutz Kleveman auf dem Familiensitz Gut Ankelohe eine Entdeckung macht: Auf dem Dachboden des Gutshauses findet er, in alten Munitionskisten versteckt, Briefe seines verstorbenen Großvaters Hans-Heinrich, der im Ersten Weltkrieg als junger Flieger an der Ostfront abgeschossen wurde. Unter den Briefen liegen auch Fotos und verstaubte Dokumente aus dem »Dritten Reich«. Hans-Heinrich stand als hoher Offizier bis Kriegsende im Dienst der Nationalsozialisten

LUTZ KLEVEMAN, geboren 1974, studierte Literaturwissenschaft und Geschichte in Aix-en-Provence und London. Als Reporter berichtete er u.a. vom Balkan, aus Westafrika, aus dem Kaukasus, dem Nahen Osten, Zentralasien, Südamerika und Fernost. Er schrieb und fotografierte u.a. für den DAILY TELEGRAPH, DIE ZEIT, NEWSWEEK und PLAYBOY. ).

8. Oktober im Thalia Buchhaus, Obernstrasse / Beginn: 19.30
Eintritt frei

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