Am Mi, 23./ Do, 24./ Fr, 25. + Sa, 26. Mai | 20 Uhr | Schwankhalle

Die nunmehr dritte Produktion des Kollektivs vorschlag:hammer ist gerade in der Entwicklung und wir können es kaum erwarten, mit welch neuen erfrischenden Erzähltechniken sie dieses Mal in der ganzen Republik begeistern. Die bisherigen Produktionen «Vom Schlachten des gemästeten Lamms und vom Aufrüsten der Aufrechten» und «Tears in Heaven» waren schon in Bremen in der Schwankhalle zu sehen, nun ist das Haus Koproduzent für das neue Stück. 

Zum Stoff: 
Im Jahr 1872 machte sich eine österreichisch-ungarische Expedition unter der Leitung von Julius Payer und Carl Weyprecht mit Jägern und Bergsteigern besetzt auf den Weg, den Nordpol zu erkunden. Sie blieb zwei Polarnächte im Eis stecken, entdeckte schließlich Land und benannte es nach ihrem Kaiser Franz Joseph. Anhand dieses historischen Ereignisses versucht sich vorschlag:hammer mit Hilfe von Briefen, nautischen Tabellen und Tagebucheinträgen der Entdeckersituation zwischen Abenteuer, erhabener Natur, Langeweile und imperialistischem Wettkampf anzunähern. Das Abenteuer ist eine Form des Erlebens, ein Inhalt allein macht noch kein Abenteuer. Die Unmittelbarkeit des Abenteuers, seine Gegenwärtigkeit, kann nicht konserviert werden – im Nachhinein entsteht Geschichte. Wie kann mittels der Aufzeichnung wiederbelebt oder gar neu beschrieben werden, was im Vollzug nicht als Abenteuer ausgekostet werden konnte?
 Zwischen reißerischem Nachstellen physischer Grenzerfahrung und effekthascherischem Bühnenzauber kann die Geschichte zum Abenteuer werden, durch den Versuch Situationen zu generieren, in denen sich die Performer aufs Glatteis bedingter Kontrollierbarkeit wagen. 


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