Vorankündigung: Hommage an Iannis Xenakis am 14. Mai 2011 / Das Schlagzeugensemble der HfK und Freunde spielen Werke von Iannis Xenakis. In diesem Jahr jährte sich der Todestag des in Rumänien geborenen griechischen Komponisten Iannis Xenakis zum 10. Mal. Studierende der Hochschule für Künste aus der Klasse von Professor Oliver Tzschoppe und Freunde würdigen Xenakis und sein Werk aus diesem Anlass mit einem großen Konzertabend.

Hommage für Iannis Xenakis / am 14. Mai 2011, ab 18 Uhr / Hochschule für Künste, Dechanatstraße 13-15 Uhr, Galerie
18.00: Einführung von Prof. Nico Schalz / 18.30: Konzert I / 20.00: Konzert II / Schlagzeugensemble der HfK und Freunde / Gesamtleitung Prof. Olaf Tzschoppe

Zur Person: „Xenakis wurde als Kind griechischer Eltern 1922 in Braila (Rumänien) geboren. Er studierte ursprünglich Ingenieurwissenschaften in Athen. Während der Nazizeit engagierte er sich aktiv im griechischen Widerstand und im anschließenden Bürgerkrieg. Er erlitt eine schwere Gesichtsverwundung, geriet in Gefangenschaft und wurde zum Tode verurteilt. Xenakis konnte flüchten und ging 1947 nach Paris. Hier nahm er musikalischen und kompositorischen Unterricht bei Arthur Honegger, Darius Milhaud und Olivier Messiaen.

Xenakis‘ Kompositionstechnik ist stark von seinem Interesse für mathematische und akustische Gesetzmäßigkeiten geprägt. Aus Phänomenen wie Regen, einer Menschenmasse oder einem Bienenschwarm, entwickelte er einen eigenen Musikstil. Darüber hinaus versucht er, Verfahren und Erkenntnisse der Spieltheorie, Mengenlehre und der Zahlentheorie in seinen Kompositionen umzusetzen.

In Frankreich zählt Xenakis neben Messiaen und Boulez früh zu bekanntesten und anerkanntesten Komponisten. Seit Mitte der 70er Jahre erfährt er auch in Deutschland verstärkte und verdiente Beachtung. 1977 erhielt Xenakis den Beethovenpreis der Stadt Bonn. Er starb am 4. Februar 2011.“

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