Am Sonnabend, dem 19. Februar begeht der Bremer Künstler Joachim „Bommel“ Fischer ein Tripeljubiläum: 50 Jahre ist er alt, seit 25 Jahren künstlerisch tätig und er unterhält seit fünf Jahren einen Schauraum an der Straßenecke Auf dem Bohnenkamp / Stuhrer Straße in seinem Heimatstadtteil Woltmershausen. In diesen lädt er von 12 bis 15 Uhr zu einem kleinen Empfang ein. Er bietet darum, keine Blumen oder andere Geschenke mitzubringen, man darf „einfach so“ vorbeikommen. Seine Arbeiten bietet er an diesem Tag zu Sonderpreisen an. „Sie können dann gerne auch in D-Mark bezahlt werden“ sagt Fischer.

Joachim Fischer wurde in Bremen geboren, ist in Woltmershausen („Pusdorf“) aufgewachsen und hat nie anderswo gewohnt. Nach dem Abitur studierte er Chemie und entdeckte Mitte der 80er Jahre seine kreative Ader. Fortan gestaltete er Bilder und Objekte aus Dingen, die er auf der Straße findet. Zehn Jahre später führte er seine erste Kunstaktion mit dem Material durch, das gern mit ihm in Verbindung gebracht wird: rot-weißes Baustellenband. Damit bewickelte und verfremdete er seitdem zahlreiche öffentliche Objekte wie Straßenlaternen, Brunnen und Pfeiler. Im Jahre 2001 hängte er seinen Beruf als Chemiker an den Nagel, widmete sich verstärkt der künstlerischen Tätigkeit und gibt Nachhilfe in Mathematik, was er ebenfalls als Kunst ansieht: „Für mich ist alles, was einem kreativen Akt entspringt, Kunst, und damit eben alles, was wir machen“ erklärt der Mann mit der Bommelmütze, auf die sein Spitzname zurückgeht. Vor fünf Jahren mietete Fischer den ehemaligen Bäckerladen, in dem er als Junge schon Brot gekauft hatte, um ihn als Schauraum für seine Arbeiten zu nutzen. Einen Überblick über seine künstlerische Tätigkeit, die er auch immer wieder gerne für seine Friedensarbeit einsetzt, ist auf seiner Homepage zu sehen.

Bommel-Fischers Tripel-Jubiläum / Schauraum an der Straßenecke Auf dem Bohnenkamp – Stuhrer Straße / Stadtteil Woltmershausen, 28197 Bremen / 19.02.2011 / 12.00-15.00 Uhr / Eintritt frei

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