„Es ist wie es ist“ von Verena Hanschke, Echao Jiang, Piotr Rambowski, Ina Raschke, Dennis Tan
Geschrieben von Norbert Hayduk in Aktionskunst, Ausstellung, Installation, Malerei, tags: Gavriel, Hanschke, Jiang, Rambowski, Raschke
Die Gruppenausstellung “Es ist wie es ist” zeigt Arbeiten von fünf jungen Künstlern, die ihr Studium an der Hochschule für Künste Bremen und dem Royal College of Art in London abgeschlossen haben. Sie ist ab dem 15. Dezember 2009 geöffnet und bis zum 28. Februar 2010 zu sehen.
Die Ausstellung beginnt mit der Installation “Reine bien aimée, qu’est-ce-que tu as à cacher?” Diese Gemeinschaftsarbeit von Piotr Rambowski und Dennis Tan ist eine faszinierende Lichtskulptur zwischen Lüster, Eiskristall, Weihnachtsbeleuchtung, Dornenkrone und Gefängnis. Es folgen neue Arbeiten von Piotr Rambowski. Die ihm eigene gegenständliche Handschrift ist klar zu erkennen, sie verwandelt sich hier überraschenderweise über Zeichen und Symbole auch in Objekte und fast geometrische Formen.
Der mittlere Raum wird mit Zeichnungen von Ina Raschke bespielt. Es werden Strömungen und Zustände dargestellt, alles ist in Bewegung, neue Horizonte in Form von Zeichen und Schrift sind schon zu erkennen. So haben alle der hier gehängten Arbeiten ihren Endzustand noch nicht erreicht. Farben und Formen lassen wieder Wasser, Eis, Strahlen und Dornen assoziieren.
Die Animation “My dream” von Verena Hanschke und Echao Jiang zeigt in Raum drei die Auswirkungen der klimatischen Veränderungen auf den brasilianischen Amazonas-Regenwald. Das Amazonas-Gebiet befindet durch die fortschreitende Entwaldung und den Anbau von Monokulturen in einer prekären Lage. Die Mehinacu, eine der eingeborenen Gemeinschaften, die seit Generationen in diesem Waldgebiet leben und von diesen Problemen betroffen sind, inspirieren die Animation. Die jüngeren Generationen werden durch das Wachstum der urbanen Industrialisierung aus ihrem natürlichen Lebensraum vertrieben.
Dennis Tan zeigt im gleichen Raum seine geheimnisvollen Klanginstallationen. Lautsprecher, in Form eines Globus verbunden, lassen uns aus dem Weltall auf unseren Planeten blicken. Begleitet von fast außerirdischen Sphärenklängen, unterlegt von Sinustönen, spüren wir die Anziehungskraft und Zerbrechlichkeit unseres gefährdeten Gestirns. Auf dem Fensterbrett sind derweil schon die ersten Außerirdischen gelandet und versuchen, sich durch kratzende Töne verständlich zu machen.
Die Galerie Gavriel zeigt junge Künstler. Ausgestellt werden Positionen der Malerei, Photographie, Bildhauerei und Installationen. Es werden im Wechsel junge Künstler der Hochschule für Künste Bremen und internationale zeitgenössische Künstler ausgestellt.
Galerie Gavriel, Fedelhören 99. Öffnungszeiten: Mo bis Fr von 10.00 bis 17.00 Uhr
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