Olli

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Ich bin ein begeisterter Fußgänger. So hat man Zeit die Umgebung wahrzunehmen, man kann schnell anhalten und ein bestimmtes Objekt näher betrachten. Die Zeit läuft anders, als beim Auto-, oder Radfahren. Deswegen nutze ich die Möglichkeit so oft es nur geht. Das Autonomes Architektur Atelier (AAA) organisiert regelmäßig Spaziergänge, in den die Beiden auf eine etwas andere Art die Führung gestallten. Hinter die Hintergründe gucken, über Sinn von Stadtgestaltung reflektieren, das kann man mit ihnen erleben. Diesmal haben sie meine schöne Wohngegend sich als Ziel ausgesucht und werden am Sonntag sich folgendem Thema widmen:

Der Traum vom eigenen Heim als behaglichem Zuhause ist ein menschliches Grundbedürfnis. Über die Jahre verändern sich allerdings die Vorstellungen davon, wie diese Bedürfnisse aussehen und wieviel Platz sie einnehmen. Mit wachsendem Wohlstand wachsen die Wohnfläche und der Wunsch, sich durch sein Eigenheim auszudrücken. Neubauten entstehen in Sichtweite zum Bestand und geben einen Eindruck von neuen Moden und neuen Wünschen. Am Weidedamm in Findorff reigen sich die verschiedenen Wohntypologien wie die Jahresringe eines Baums aneinander. Auf unserem Urbanen Spaziergang erleben wir zwischen Torfkanal und Bahndamm hundert Jahre Wohnungsbau aber auch hundert Jahre Rückzug der unbebauten Natur. Durch die Heterogenität des Quartiers ergeben sich spannende und überraschende Perspektiven und Wegebeziehung, An der Bebauungsgrenze der Stadt zum Land stellt sich natürlich die Frage, wie zentral wir wohnen wollen und wie stark sich die Stadt an ihrer Peripherie noch verdichten lässt. Dem Wunsch von Familien nach einem freistehenden Haus im Grünen ist hier ein enges Angebot gegeben worden, alternative Formen des Wohnens mussten für diese weichen. Der Zweite Urbane Ökostadtspaziergang erkundet in Findorff im Rahmen des Oberthemas Kompakte Stadt hier das Wohnen an der Grenze. Text: Oliver Hasemann

Datum: Sonntag, 11.10.2009, Zeit:: 14.00Uhr. Startort: Torfkanalhafen / Ecke Bürgerpark in 28215-Bremen-Findorff. Vielleicht sieht man sich dort, ich werde versuchen diesen Termin wahrzunehmen. Foto: Norbert Hayduk.

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