„Das Bauhaus ist eine Idee“ – so formulierte es der Bauhausgründer Walter Gropius. Kann man vor diesem Hintergrund von einem „Bauhaus-Stil“ reden? Dieser Frage widmet sich der reich bebilderte Vortrag des Bremer Kunsthallendirektors Prof. Dr. Wulf Herzogenrath, den die Kunsthalle in Kooperation mit der Bremer Volkshochschule und der UBS Bremen anlässlich des 90jährigen Bauhausjubiläums 2009 veranstaltet. Walter Gropius lehnte es ab, von einem Bauhaus-Stil zu sprechen. Doch wenn er über das Bauhaus von einer „Idee“ sprach, stellt sich uns die Frage, in welcher Form sich diese Idee materialisiert und was von ihr in den verschiedenen Stilformen sichtbar bleibt. Aus den höchst unterschiedlichen Gestaltungsformen von Gebrauchsobjekten, Möbeln, Typografie, Wandgestaltung und Architektur des Bauhauses lassen sich fünf unterschiedliche Phasen ableiten, die 14 Jahre Bauhaus prägten. Daraus ergibt sich, dass es nicht einen Bauhaus-Stil gibt, sondern vielmehr sehr unterschiedliche Stilvorstellungen, aus denen sich die „Idee Bauhaus“ herausbildete.

Vortrag von Prof. Dr. Wulf Herzogenrath, Dienstag, 29. September 2009, 18 Uhr, VHS im Bamberger Haus, Faulenstraße 69, Julius-Bamberger-Saal. Kosten: € 8,- / ermäßigt € 6,- / für Mitglieder des Kunstvereins kostenlos.

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