Matt Mullican (geb. 1951 in USA, lebt in Berlin und New York) ist einer der vielfältigsten und interessantesten Künstler der Gegenwart. Zahlreiche Ausstellungen (wie Teilnahmen an der documenta VII, IX und X sowie Einzelausstellungen am Museum Ludwig Köln, dem Lentos Museum Linz oder dem Van Abbemuseum Eindhoven) und seine Tätigkeit als Lehrender (aktuell an der Hochschule der bildenden Künste Hamburg) haben dazu beigetragen, dass sein Werk international bekannt ist und das Schaffen einer jüngeren Künstlergeneration nachhaltig geprägt hat.

Formal in seiner Vielfältigkeit nicht einzuordnen, kreist seine künstlerische Arbeit um die Modelle, mit denen der Mensch Welt zu fassen sucht – seien es Lexika, Pläne, Tabellen oder Symbole aller Art. Diese Modelle oder Kategorisierungssysteme nennt er selbst „Seelenkleider“, handelt es sich doch um Konstruktionen, die eine maximale Sicherheit gegenüber dem suggerieren, was größer als der Mensch und damit eigentlich unfassbar ist. Das Interesse am Unfassbaren, dem rationalen Prinzip elementar gegenüber stehenden Unbewussten zieht sich als zweiter roter Faden durch Mullicans Werk.

Donnerstag, den 17.09., 19 Uhr, GAK GESELLSCHAFT FÜR AKTUELLE KUNST E.V. BREMEN, Teerhof 21.

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