Premiere „Woyzeck“. Saisonstart im Neuen Schauspielhaus
Geschrieben von Norbert Hayduk in Aufführung, Termine, Theater, tags: Schauspielhaus, WoyzekWoyzeck ist der ewige Verlierer, der von Personen der Oberschicht immer wieder ausgenutzt und gedemütigt wird. Seine Situation verschlechtert sich zusehends als Marie, seine uneheliche Lebensgefährtin für die er all die Erniedrigungen auf sich nimmt, dem Werben des Tambourmajors nachgibt. Woyzeck ist nun gefangen zwischen dem Elend seiner Realität und den mordlüsternen Stimmen in seinem Kopf bis er schließlich keinen anderen Ausweg sieht, als Marie umzubringen.
Robert Schuster inszenierte letzte Spielzeit bereits „Die Bakchen“ am Theater Bremen, wofür er von den Kritikern viel Lob erntete. Bekannt wurde er gegen Ende der neunziger Jahre, als er gemeinsam mit seinem Kollegen Tom Kühnel überregionale Aufmerksamkeit erregte, indem er etwa Handpuppen in Stücken auftreten ließ. Zudem sieht er sich als Vertreter des Modelltheaters, dessen Aufgabe nicht mehr in erster Linie das Kritisieren, sondern das Dokumentieren der Wirklichkeit ist. In den letzten Jahren war er an vielen verschiedenen Theatern, etwa an dem Deutschen Staatstheater in Leipzig engagiert, wo er so unterschiedliche Stücke, wie Lessings „Emilia Galotti“ und das zeitgenössische Werk „Kälte“ von Lars Norens inszenierte.
Am 17. September um 20.00 Uhr im Theater Bremen.
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